Flora und Fauna

Da die Inseln von Kap Verde vulkanischen Ursprungs sind, gab es anfangs keinerlei Vegetation. Die Ursprünge der heutigen Flora und Fauna gehen auf Meeresströmungen und auf den Einfluss von Vögeln und Menschen zurück. Dadurch gelangten vor allem Samen aus Lateinamerika und aus Westafrika auf die Inseln. Aus dem Mittelmeerraum sind ebenfalls Arten zu finden. Als die Portugiesen Kap Verde besiedelten, existierte eine Säugetierart – die Fledermaus. Aufgrund der Entwicklung aus Vulkanen und ohne Zugang zum Festland war die Besiedelung weiterer Säugetieren nicht möglich. Vor allem die Europäer sorgten für einen reichen „Zuzug“ von Tierarten. Seit der Besiedlung finden sich hier zum Beispiel die grüne Meerkatze und wilde Kaninchen.

Ausbreitung von Pflanzen und Tieren

Die Artenvielfalt bei Flora und Fauna hat sich seit der Besiedlung durch die Portugiesen deutlich erhöht. Während die Zahl der Pflanzenarten anfangs bei etwa 250 lag, vermuten Forscher heutzutage rund 850 Arten. Bei den Tieren ist die Vielfalt weniger stark ausgeprägt, was vor allem auf die klimatischen Bedingungen zurückzuführen ist. Hier stehen die Reptilien in der Vielfalt an erster Stelle.

Die größten Einflüsse auf Flora und Fauna von Kap Verde hatte eindeutig der Mensch. Ein Großteil der Pflanzenarten hätte sich ohne Aufforstungsmaßnahmen und Einrichtungen zur Wasserregulierung nicht weiter entwickeln können.

Artenbeispiele

Da die einzelnen Inseln der Kap Verden recht unterschiedliche klimatische Bedingungen aufweisen, ergibt sich eine artenreiche Pflanzenwelt. Die Ostinseln besitzen ein sehr trockenes Klima. Dadurch ist die Region in erster Linie durch Gräser geprägt. Im Küstenbereich sind sogar Palmen und Akazien zu finden. Die Gebirgsinseln bieten ein abwechslungsreicheres Bild. Das hier herrschende Klima ermöglicht das Wachsen von Mangobäumen und Zitrusbäumen. Außerdem gibt es hier Bananenstauden, Agaven und Zuckerrohr.

Säugetieren sind auf Kap Verde nach wie vor in der Minderzahl. Wildlebende Arten mit der größten Verbreitung sind Kaninchen, Meerkatzen und Mäuse. Bei den Reptilien lässt sich hingegen eine größere Vielfalt beobachten. Die kapverdischen Inseln besitzen zudem zahlreiche Schmetterlings- und Vogelarten. Zur ersten Kategorie zählen zum Beispiel Ritterfalter und Bläulinge. In Zeiten des Vogelzugs erhöht sich die Anzahl der Vogelarten etwa um das doppelte. Zu den wichtigsten Zugvögeln, die auf den Inseln einen Zwischenstopp einlegen, gehören Reiher und Stelzenläufer. Zu den ständig auf den Inseln verweilenden Vogelarten zählen unter anderem der Wüstenrabe und die Lerche.

Bei der Flora und Fauna von Kap Verde haben sich auch einige endemische Arten entwickelt, die nur auf dieser Inselgruppe zu finden sind. Bei den Tieren haben sich zum Beispiel spezielle Unterarten des Turmfalken und der Waldohreule herausgebildet. Im Bereich Flora lässt sich die Kapverdische Wolfsmilch nennen.